Dienstag, 11. September 2012

Vegane Riesentorte und "Leder"hosn

Vergangenes Wochenende fand in München mal wieder das Streetlife-Festival statt.
Meistens findet man dort hauptsächlich die immer gleichen Infostände aller möglichen Parteien und jede Menge Würstlstände, der kurzweiligste Stand war für mich bisher immer der Stand der Gottlosen Münchens.
Da dieses Mal wunderschönes Wetter war, habe ich mir etwas mehr Zeit genommen und dabei noch richtig tolle andere Sachen entdeckt:
Im Bio-Bereich an der Universität durfte ich mir nicht nur Petersilie für daheim selbst eintopfen und viele Bio-Biere probieren; es gab auch eine mehrstöckige Torte von der Princess Schokobar, die Besucher gemeinsam verzieren und anschließend anschneiden und genießen konnten.

Das Kunstwerk wird mit haufenweise Zucker versehen.
Die Chefin begutachtet das fertige Gemeinschaftswerk.
Fleißige Helfer planen das Anschneiden.
Ein Stück Zwetschgenkuchen/-torte mit Überbleibseln von der Zuckerdeko. 
In der Princess Schokobar werden alle Leckereien vegan zubereitet. Soweit ich mich erinnern kann, gab es hier von oben nach unten: Karotte-Nuss-Kuchen, Zwetschgenkuchen und Orangenkuchen. Die vierte Schicht fällt mir gerade nicht mehr ein, die unteren zwei Etagen waren Attrappen. Für etwa hundert Portionen hats trotzdem gereicht. Dass die Sachen vegan sind, wird in diesem Laden für meinen Geschmack viel zu wenig kommuniziert. So kam es dann beim Warten auf ein Stück Kalorienbombe zu dieser merkwürdigen Situation: Da die große Torte lange Zeit in der Sonne stand, ging es in einem Gespräch um Salmonellen. Als ich dann erwähnte, dass aufgrund fehlender Tierprodukte keine Salmonellen entstehen könnten, wollte eine ältere Dame plötzlich nichts mehr davon haben! Achso, sowas habe sie schonmal probiert, das sei garnichts für sie. Hoffentlich hat sie dann anderswo noch ein Stück Kuchen mit Salmonellen ergattern können.

Mein zweites Highlight war ein junger Mann mit fescher Trachtenjeans.
Als ich ihn darauf ansprach, woher er die Jeans habe, stellte sich heraus, dass er sie selbst vertreibt.
Die etwa knielangen Hosen sind mit liebevollen Mustern geschmückt und sehen wie eine gute Alternative zur Tiermordlederhosn aus.
Der Flyer von geppebba.com
Leider habe ich es zeitlich nicht mehr geschafft, eine davon anzuprobieren.
Vor Ort hieß es noch, die Hosen kosteten zwischen 169 und 189 Euro. Auf der Homepage werden ebendiese Preise allerdings mit Dollar angegeben, was ja deutlich günstiger wäre.
Mir ist beides erst einmal zuviel, aber vielleicht lohnt sich die Überlegung ja für den ein oder anderen veganen Wiesngänger.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen